Bergrettung Tirol: Vermisstensuche mit Contwise Maps
Die Tiroler Bergrettung greift nun zur besseren Organisation der Suche von vermissten Personen auf das bewährte Geo-CMS Contwise Maps zurück.
Da es diesen Winter aufgrund der überdurchschnittlich starken Schneefälle zu zahlreichen Lawinenabgängen und infolge dessen Vermisstenmeldugen gekommen war und auch für die kommenden Tage weitere starke Schneefälle erwartet werden, wandten sich die Verantwortlichen der Tiroler Bergrettung vergangene Woche an General Solutions als ihren Softwarepartner, um ein Tool zu erstellen, welches eine Koordinierung von Suchensätzen erleichtern soll. Aufgrund der jahrelangen erfolgreichen Zusammenarbeit im Bereich der Bergrettungssoftware, mit der unter anderem die Bergrettungseinsätze, -mitarbeiter und -ausrüstung organisiert werden, sowie aufgrund des Erfahrungsschatzes von General Solutions mit Geo-Diensten vertraute man darauf, dass binnen kürzester Zeit ein Tool zur Visualisierung der Such-Tracks von Einsatzkräften erstellt werden kann.
Praktisch über das Wochenende gelang es General Solutions, ein Visualisierungstool auf Basis von Contwise Maps einzurichten, das es der Bergrettung ermöglicht, Suchaktionen zu koordinieren und zu strukturieren. Jeder Bergretter ist dabei mit einem GPS-Gerät ausgestattet, welches er bei seiner Suche ständig mit sich führt. Dieses zeichnet alle abgegangenen Routen detailgenau auf. Sämtliche GPS-Tracks können anschließend in das System eingespielt werden. In einer digitalen Karte werden schließlich alle Routen angezeigt, um ein präzises Bild davon zu bekommen, welche Gebiete bereits abgegangen und durchsucht wurden, und welche noch ausständig sind.
Das neue Tool wurde nun vergangene Woche erstmals erprobt und aufgrund der Erkenntnisse weiterentwickelt. Im Rahmen einer Schulung der Bergrettungs-Einsatzleiter am 20.01.2012 über den Einsatz von Karten und GPS-Geräten werden außerdem die Funktionen der neuen Software evaluiert und Ideen für eine Weiterentwicklung und Optimierung gesammelt. Ziel ist es, das Tool in Zukunft bereits frühzeitig zum Einsatz zu bringen, um die Koordinierung der Suche nach vermissten Personen zu verbessern, diese früher finden zu können und dadurch Leben zu retten.

