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Einsatzbeispiel Bezirk Reutte (Tirol)
Landeshauptmann-Stellvertreter Steixner stellt Projekt "Risikomanagement Bezirk Reutte" vor:"Mit der Ermittlung der Gefahrenlagen unter dem Blickwinkel der Gefahreneinschätzung ist der Bezirk Reutte im Risikomanagement wieder ein gutes Stück weiter gekommen!"
Ausgehend vom Tiroler Katastrophenmanagement-Gesetz sind sowohl die Gemeinden als auch die einzelnen Bezirke dazu aufgerufen, ihre Katastrophenschutzpläne am aktuellen Stand zu halten. Gerade betreffend der Gefahrenlage und Gefahreneinschätzung ist hierbei ein wichtiger Input zu liefern, der auch im Fokus des Projektes "Risikomanagement Bezirk Reutte - Gefahrenlage und Gefahreneinschätzung im Bezirk Reutte" steht.
Ziel des Projektes war es, in Zusammenarbeit mit den 37 Gemeinden des Bezirk Reutte die Gefahrenlage und Gefahreneinschätzung auf Gemeindeebene zu erheben und darauf aufbauend eine Risikomanagementstrategie für den Bezirk Reutte zu erarbeiten.
Nachdem verschiedene Informationspakete für die einzelnen Gemeinden erarbeitet worden waren, wurden im Zuge einer "Gemeindetour" alle 37 Gemeinden hinsichtlich ihrer Gefahrenlage und Gefahreneinschätzung befragt. Die erarbeiteten Informationen stehen auf der Risikoinformationsplattform ORTIS den Gemeinden bzw. der Bezirkshauptmannschaft Reutte zur Verfügung. Gefährdungspotenziale wie Wasser, Lawinen, Felsstürze, gefährliche Güter und viele andere können auf Knopfdruck für die Benutzer der Plattform visualisiert werden. Bei drohender Gefahr kann die Auswirkung der Gefahr leichter abgeschätzt werden.
In einem weiteren Schritt wurden die bisher erarbeiteten Ergebnisse durch den Expertenstab der Bezirkshauptmannschaft Reutte analysiert und eine Risikomanagementstrategie auf Bezirksebene erstellt.
Die Verknüpfung der Daten des Alarmierungs- und Einsatzplanes der Bezirkshauptmannschaft Reutte wurden in weiterer Folge auch in anderen Bezirken flächendeckend umgesetzt.
Zahlen, Fakten & Daten
704 Risiken aufgenommen = ca. 19 Risiken pro Gemeinde
Aufteilung nach Regionen
- Oberes Lechtal - 241 Risiken
- Reutte und Umgebung - 231 Risiken
- Tannheimer Tal - 111 Risisken
- Zwischentoren - 121 Risiken
Projektinformation
- Projektdurchführung
alpS - Zentrum für Naturgefahren- und Risikomanagement GmbH - Öffentliche Partner
Land Tirol - Abteilung Zivil- und Katastrophenschutz
Bezirkshauptmannschaft Reutte - Wissenschaftlicher Partner
Universität Innsbruck
Institut für Strategisches Management, Marketing und Tourismus - Softwarepartner
General Solutions Steiner GmbH - Unternehmenspartner
Hypo Tirol Bank AG - Projektteam
Dr. Herbert Walter, Ing. Marcel Innerkofler (MBA), Ing. Stefan Thaler (MBA) - Land Tirol
Dr. Dietmar Schennach, Georg Brunner - Bezirkshauptmannschaft Reutte
Florian Falkner, Martin Schranz - General Solutions Steiner GmbH
Mag. Stefan Ortner, DI Johannes Lammel - alpS