Referenz Land Oberösterreich
Um eine professionelle Vorgangsweise bei Krisenfällen sicher zu stellen, wurde vom Land Oberösterreich in Zusammenarbeit mit der Energie AG die Crisis-Management-Software Contwise und die Callcenter Lösung Contwise Request & Contact von General Solutions implementiert.
Im Rahmen eines Betreibergremiums, das aus Vertretern aller wichtigen Einsatzorganisationen bestand, wurde im Laufe eines Jahres eine genaue Spezifikation erarbeitet die den Umfang der Krisenmanagement Software und der Callcenterlösung definieren. In mehreren Schritten wurde bis Anfang 2005 die Software entwickelt und laufend getestet. Seit der Intebtriebnahme wurden bereits mehrere Einsatzfälle (Massenkarambolagen, etc.) und Übungen erfolgreich abgearbeitet.
Wann werden der Contwise Krisenmanager und Contwise Request & Contact aktiviert?
Die Software kommt bei Ereignissen zum Einsatz, wenn mit zahlreichen Anfragen zu rechnen ist und mit den üblichen Ressourcen kein Auslangen gefunden werden kann. Solche Ereignisse sind zum Beispiel:
- Naturkatastrophen wie etwa Hochwasser, Erdbeben, Lawinenabgänge,...
- Katastrophen durch menschliches oder technisches Versagen: Großbrände, Betriebsunfälle in AKWs oder Chemiebetrieben, Flugzeug-, Eisenbahn- oder Schiffsunfälle, Massenkarambolagen auf Straßen, Infektionskrankheiten,....
In Katastrophenfällen wenden sich Bürger so wie bisher an die zuständigen Einsatzorganisationen von Rettung, Feuerwehr oder Polizei. Die Aktivierung findet durch die behördliche Einsatzleitung ab Bezirksebene oder durch die Zentrale einer Einsatzorganisation über die Landeswarnzentrale (LFKDO) statt.
Welchen Nutzen bringen der Contwise Krisenmanager und Contwise Request & Contact?
- Für die Öffentlichkeit existiert eine Ansprechstelle mit einer Gratis-Telefonnummer.
- Internet mit "Mail"-Funktion auf der Landeshomepage: http://www.land-oberoesterreich.gv.at.
Neben der Aufnahme über das Call-Center, können Angehörige Personendaten ihrer Vermissten nach Registrierung mittels standardisiertem Formular selbst eingeben. Das lässt die Angehörigen aktiv werden, erhöht die Korrektheit der Personendaten und spart Arbeit im Call-Center. - Informationen werden laufend gebündelt, auf einer zentralen Wissensplattform zusammengeführt und strukturiert weitergegeben. Dadurch kommt es zu einer Ausdifferenzierung von unterschiedlichen Fachinformationen.
- Die Gefahr von Falschinformationen wird reduziert, da vom System nur freigegebene Informationen abgerufen werden können.
- Der Server dient zusätzlich als Dokumentationsmedium für weitergehende Erhebungen.
- Entlastung der Einsatzleitungen und des Krisenmanagements.
- Durch die einheitliche Kommunikations- und Informationsplattform ist der gleiche Informationsstand aktuell verfügbar.
Zahlen, Fakten & Daten
- ca. 300 Benutzer im System
- 80 Arbeitsplätze im Callcenter
- Einbindung aller Einsatzorganisationen: Sicherheitsabteilung Land Oberösterreich, Rotes Kreuz, Militärkommando, Polizei
Ansprechpartner
- Land Oberösterreich: Mag. Dr. Leo. F. Aichhorn
- Energie AG: Ing. Andreas Stumpf
- Projektteam General Solutions: Walter Steiner, Florian Falkner, Martin Schranz